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Ergebnisse der Zweiten Bad Godesberg-Konferenz

Die zweite Bad Godesberg-Konferenz hat am 11. Januar 2020 stattgefunden. Der Saal in der Stadthalle ist prall gefüllt gewesen, und wir haben viele konstruktive und instruktive Diskussionen an den neun Thementischen geführt, wie die weitere Entwicklung unseres Stadtbezirks aussehen könnte.

Dabei haben wir viel Bestätigung für unsere bisherigen Vorschläge erlebt. Das war eigentlich nicht überraschend, da wir unsere Diskussionpapiere ja auf Grundlage der ersten Bad Godesberg-Konferenz entwickelt hatten. Und doch haben wir uns sehr darüber gefreut, dass wir offenbar gut zugehört und die Punkte aufgenommen hatten, die Ihnen bei der ersten Bad Godesberg-Konferenz wichtig waren. Anhand Ihrer Anregungen haben wir unsere Vorschläge jetzt noch einmal angepasst und neue Ideen mit aufgenommen.

Die folgenden Schlussfolgerungen ziehen wir zu den einzelnen Themenbereichen:

1. Sicheres und soziales Zusammenleben (→ PDF)

2. Wirtschaft und Dienstleistungsstandort (→ PDF)

3. Innenstadt und lebendige Ortsteile (→ PDF)

4. Stadtplanung Wohnen (→ PDF)

5. Stadtplanung Verkehr (→ PDF)

6. Tourismus und Gesundheitsstandort (→ PDF)

7. Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung (→ PDF)

8. Kultur für alle (→ PDF)

9. Freizeit und Sport für alle (→ PDF)

Die Diskussion ist damit aber natürlich noch lange nicht zu Ende: noch sind die vielen guten Pläne ja nicht umgesetzt. Wir wollen uns jetzt an die Umsetzung machen, die Ideen in ein wegweisendes Kommunalwahlprogramm gießen und damit beginnen, in den politischen Gremien – Stadtrat und Bezirksvertretung – die nötigen Mehrheiten zu suchen und entsprechende Anträge zu stellen. Auch Ihre Unterstützung können wir dabei natürlich gut gebrauchen!

 

Herzliche Grüße

Ihre Moderator*innen der Zweiten Bad Godesberg-Konferenz

Zweite Bad Godesberg-Konferenz am 11. Januar 2020, 15 Uhr in der Stadthalle

 

Herzliche Einladung

Zweite Bad Godesberg-Konferenz

– Diskussion und Austausch zu Godesberger Themen an neun Thementischen –

 

Samstag, 11. Januar 2020, 15:00 Uhr (Einlass ab 14:30)

Stadthalle Bad Godesberg, Koblenzer Straße 80

 

Im November 2016 hatten auf Einladung der „Bad Godesberger Perspektiven“ zahlreiche Bad Godesbergerinnen und Bad Godesberger an runden Tischen ihre Erwartungen und Ideen für die Zukunft unseres Stadtteils ausgetauscht. Wir haben damals mitgeschrieben (die Protokolle dazu finden Sie hier) und danach lange diskutiert, den Leitbildprozess beobachtet und danach weiter diskutiert, geschrieben, verworfen und wieder neu geschrieben, um daraus einen kohärenten Plan zu machen.

Mittlerweile haben wir zu allen neun Themenbereichen aus der ersten Bad Godesberg-Konferenz Lösungsvorschläge entwickelt, die wir Ihnen auf dieser Homepage vorstellen. Diese Ideen wollen wir am 11. Januar 2020 mit Ihnen diskutieren, um zu sehen, ob wir die richtigen Schlüsse aus Ihren Anregungen gezogen haben und an welchen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht. Dabei enthalten unsere Papiere teilweise recht weitreichende Vorschläge, die – so hoffen wir – dafür sorgen werden, dass es auf unserer Bad Godesberg-Konfernz nicht langweilig wird.

Zu den neun Themenbereichen der ersten Bad Godesberg-Konferenz haben wir die folgenden Papiere als Diskussionsgrundlage erstellt:

1. Sicheres und soziales Zusammenleben (→ PDF)

2. Wirtschaft und Dienstleistungsstandort (→ PDF)

3. Innenstadt und lebendige Ortsteile (→ PDF)

4. Stadtplanung Wohnen (→ PDF)

5. Stadtplanung Verkehr (→ PDF)

6. Tourismus und Gesundheitsstandort (→ PDF)

7. Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung (→ PDF)

8. Kultur für alle (→ PDF)

9. Freizeit und Sport für alle (→ PDF)

Zu jedem dieser neun Themenbereiche wird es auch auf unserer zweiten Bad Godesberg-Konferenz wieder einen eigenen Runden Tisch geben. Dort haben Sie die Gelegenheit, unsere Lösungsvorschläge zu diskutieren und Ihre Wünsche, Anregungen, Ideen und Vorschläge zum Thema einzubringen. Im Verlauf der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, jeweils an zwei Runden Tischen teilzunehmen.

 

Folgender Ablauf ist geplant:

ab 14:30    Einlass

15:00        Einführung in die Idee der Godesberger Perspektiven durch Lissi von Bülow und Gabriel Kunze.

15:15        Erste Tischrunde (jede*r kann an zwei Thementischen nacheinander teilnehmen)

16:15        Pause

16:30        Zweite Tischrunde

17:30        Abschluss

 

Wie bisher wird das Resümee auf unserer Homepage bad-godesberger-perspektiven.de anschließend veröffentlicht.

 

Anmeldung

Zur Zweiten Bad Godesberg-Konferenz am 11. Januar 2020 um 15 Uhr in der Bad Godesberger Stadthalle können Sie sich per E-Mail an anmeldung@bad-godesberger-perspektiven.de anmelden. Sie können natürlich auch ohne Anmeldung teilnehmen, aber Sie erleichtern uns die Planung sehr, wenn wir durch Ihre Anmeldung ungefähr wissen, mit wievielen Teilnehmer*innen wir rechnen dürfen.

Die „Bad Godesberger Perspektiven“ sind eine SPD-nahe ehrenamtlich Initiative, die für alle offensteht, die an fairem Meinungsaustausch, Information und der Frage interessiert sind, wie unser Stadtteil im Jahr 2030 aussehen soll. Wir bieten Diskussionsrunden, Expertenveranstaltungen, unsere Homepage bad-godesberger-perspektiven.de für Ankündigungen und um Zwischenergebnisse festzuhalten, einen Newsletter, den Sie hier abbonnieren können. Lassen Sie sich im Laufe des Jahres überraschen, was es noch gibt!

Lösungsvorschläge für den Themenbereich 6 – Tourismus und Gesundheitsstandort

06-Tourismus-und-Gesundheitsstandort

Von Klaus Vater

 

In der Gesundheitswirtschaft wie im Tourismus gilt allgemein der Satz: Big is beautiful. Aber stimmt das auch? Auf den ersten Blick: ja. Auf einen zweiten Blick: nicht immer. Bonn mit seinem südlichen Stadtteil Bad Godesberg zeigt, dass auch „small beautiful“ sein kann. Es gibt in Bonn einen florierenden Tourismus – der freilich bezogen auf unsere engere Heimat, auf Bad Godesberg, sehr ausbaufähig ist.

Was haben wir zu bieten? Was ließe sich verbessern? Die Landschaft entlang des Rheins ist wie ein Geschenk. Sie ist weltweit bekannt. Sie lockt jedes Jahr viele Menschen an. Bad Godesberg ist ferner Teil der Literatur-, der Kunst- sowie der politischen Geschichten unseres Landes. Und es hat drittens im Kern des Stadtteils mit dem Stadtpark und dessen Möglichkeiten ein Pfund, mit dem sich wuchern ließe. Manches Mal gucken wir ein wenig verwundert auf die Nachbarn Königswinter und Bad Honnef, wo es mit Unterstützung der Rathäuser gelungen ist, Attraktionen für Besucher und Besucherinnen zu schaffen. Offenkundig braucht´s in Bonn eine andere Mehrheit im Rat. Was ist zu tun?

Touristen mögen keine Schmuddelecken. Gibt es welche? Wenn ja, dann müssen die beseitigt werden.

Touristen wollen rasch und präzise wissen, was es gibt und wo sich was finden lässt. Sind unsere Hinweise und Informationen up to date? Tut die städtische Tourismusverwaltung, was heute Standard ist?

Sind Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen – zu Fuß, mit der Bahn, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad?

Gibt es in Bad Godesberg wir in anderen Städten – zum Beispiel in Berlin – Stellwände mit Informationen, Bildern, also eine Art story-telling unseres Stadtteils, wie es neuhochdeutsch heißt?

Existiert ein modernes Heimat– und Kulturmuseum unserer Godesberger Geschichte? Wer würde mithelfen, so etwas auf die Beine zu stellen? Wo ist Platz für ein solches Museum?

Gibt es eine Godesberg-App, die alles Wichtige für Touristen enthält?

Wo finden Touristen mit ihren Wohnwagen und -mobilen ihre Plätze?

Gibt es genügend – auch preiswerte – Hotel-Angebote?

Wie rechtfertigen wir das „Bad“ vor dem Ortsnamen Godesberg? Was muss da getan werden? Was hängt touristisch an einem Bürgerbad?

Welche neuen Attraktionen am Rheinufer können wir uns vorstellen – etwa ein Bäderschiff, Strandabschnitte zum Sonnen und Chillen?

Sind die Heimatfreunde, die Bäderfreunde, die im Tourismus tätigen Geschäftsleute ausreichend vernetzt?

Es gibt eine Menge für uns zu tun und für alle, die jetzt nach Alternativen und Ergänzungen suchen.

 

Ein zweiter Schwerpunkt in Bad Godesberg ist die Gesundheitswirtschaft – dabei gibt es durchaus Bindungen und Verbindungen zwischen der Gesundheitswirtschaft und dem Tourismus. Bad Godesberg ist bekannter Gesundheits-Standort.

Das ist ein heute heiß umstrittenes und umkämpftes Gebiet. Alle Stadtoberen wissen, dass da viel Geld verdient wird und viele gute Arbeitsplätze locken.

Patientinnen und Patienten aus arabischen Staaten oder aus der russischen Föderation haben in der Vergangenheit in Godesberg Heilung gesucht beziehungsweise ihre Gesundheits-Checks machen lassen. Wie lässt sich der damit verbundene gute Ruf des Stadtteils sichern? Was muss getan werden? Wissen wir, wie die Konkurrenz für Godesberg sich verhält?

Wurden und werden die Anbieter von Gesundheitsleistungen regelmäßig nach ihren Erfahrungen und Vorstellungen abgefragt? Von wem?

Gibt es offenkundige Lücken in der Versorgung?

Gibt es Anstrengungen und Initiativen, um von anderen Gesundheitsstandorten zu lernen?

Reicht das Platzangebot aus?

Finden die Anbieter von Gesundheitsleistungen genügend qualifizierte Arbeitskräfte?

Medizintourismus bringt in den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger Bad Godesbergs Erscheinungen mit sich, die nicht erfreulich sind. Wohnungsverknappung, steigende Mieten. Diese Probleme wollen wir entschärfen.

Gibt es mittlerweile Boardinghäuser für Medizintourismus?

Wird das Zweckentfremdungsverbot beachtet?

Informiert die Stadtverwaltung in ausreichendem Maße?

Wirtschaft – auch Tourismus und Gesundheitsversorgung – ist heute Prozess, Austausch, auch Rahmensetzung durch den kommunalen Entscheider. Wir wollen diesen Prozess voranbringen. Tut die Stadtverwaltung genug, um Probleme in diesem Bereich zu lösen?

Was fehlt offenkundig?

 

Unsere ausführlichen Vorschläge zu diesen Themen finden Sie hier.

Lösungsvorschläge für den Themenbereich 2 – Wirtschaft und Dienstleistungsstandort

Von Klaus Vater

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Auch auf dem Feld der Wirtschaftspolitik zeigt sich das Bonner Dilemma deutlich: Obwohl die Wirtschaftsstruktur in Bonn und Bad Godesberg gute und teils sehr gute Bedingungen bietet, bleibt die Stadt unter ihren Möglichkeiten. Mit anderen Worten: Mit einer anderen politischen Mehrheit im Stadtrat und einer anderen Mehrheit in der Bad Godesberger Bezirksvertretung könnte vieles besser werden. Es ist also das Dilemma zwischen Chance und politischem Willen hier und der Wirklichkeit dort.

Städte können ja heute eine ganze Menge tun, damit es wirtschaftlich aufwärts geht und damit die Zukunft keine Ängste auslöst.

Bad Godesberg hat einen außerordentlich hohen Anteil sehr gut ausgebildeter Bürgerinnen und Bürger – darunter einen hohen Akademikeranteil (einem der höchsten aller deutschen Städte). Das ist eine sehr gute Voraussetzung, um im Wissenszeitalter bestehen  zu können. Damit korrespondiert aber keine Gründerquote, die sich sehen ließe. Das ist ein erstrangiger Nachteil, der dem Unvermögen der heutigen Stadtspitze zuzurechnen ist. Wegen des genannten Mankos ist die Ansiedlung einer Hochschule mit technischen Fächern in Bad Godesberg und die Bereitstellung entsprechender Gewerbeflächen z.B. im Bereich Weststraße so enorm wichtig.

Eine neue Mehrheit im Rat sollte Godesberg die Ansiedlung eines Gründerzentrums mit preisgünstigen Büros für die Bereiche Bildung und digitale Anwendung, Design und Medien sowie IT und Web möglich machen.

Wir erwarten für die Zukunft, dass die vorhandenen industriellen Kapazitäten bei SGL Carbon und Boge sowie anderer Unternehmen von der Stadt beachtet und gepflegt werden. Bad Godesberg hat keine Arbeitsplätze zu verschenken. Das gilt vor allem auch mit Blick auf die berufliche Bildung und Ausbildung.

Wir erwarten, dass für Bad Godesberg ein Perspektivplan erarbeitet wird, in welchem sich die Handwerks- und Handelsbetriebe wiederfinden: welche gibt es in Bad Godesberg, welche Sparten lassen sich für den Stadtteil gewinnen, welche fehlen und was müssen Gebäudemanagement der Stadt und Verkehrsplanung hier leisten.

Das deutsche Museum in Bad Godesberg ist auf Dauer zu erhalten. Es gibt Auskunft über die technische Entwicklung. Es hat auch Symbolcharakter: Zukunft ohne Blick auf Vergangenheit funktioniert nicht.

 

Unsere ausführlichen Vorschläge zu diesem Thema finden Sie hier.

Lösungsvorschläge für Themenbereich 9 – Freizeit und Sport für alle

Von Sebastian Fohrbeck

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Godesberg ist ein Stadtbezirk mit vielen älteren Menschen, aber auch mit besonders vielen Kindern und Jugendlichen. Daran muss sich das Freizeit- und Sportangebot ausrichten. Auch hier sind wir für Dezentralität, d.h. Freizeit- und Sportangebote sollten in Nähe des Wohnorts erreichbar sein, um lange Wege zu vermeiden.

Mehr als 100 Vereine und Vereinigungen sowie rund 30 Sportvereine bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vom Chorgesang über Instrumentalmusik, vom Kunstverein zum Heimatverein, daneben Brauchtumspflege vom Schützenverein bis zum Karneval und natürlich Individual- und Mannschaftssport. Diese Vereine können aber nur arbeiten, wenn die städtische Infrastruktur wie Sportplätze, Sporthallen, Schwimmhallen und die Stadthalle für ihre Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Hier ist vieles vernachlässigt worden. Kurfürstenbad, Schulschwimmbäder und Sporthallen zeigen: Nicht in die bestehende Infrastruktur zu investieren kann zu teuren Notfallsanierungen oder gar Schließungen führen. Gerade das Beispiel des Kurfürstenbades zeigt, wie verschleppte Investitionen das Sport- und Freizeitangebot einschränken und Grundschüler ohne die Möglichkeit des lebenswichtigen Schwimmunterrichts lassen.

Auch die anstehende jahrelange Sanierung der Stadthalle kann zu einschneidenden Einschnitten für das Freizeitangebot führen. Hier fordern wir, dass bei der Bezirksverwaltungsstelle eine Anlaufstelle eingerichtet wird für Vereine, die Räumlichkeiten suchen und die diese Vereine generell bei Veranstaltungsfragen unterstützt. Städtische Räume sollten z.B. den Karnevalsvereinen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Damit junge Leute sich nicht abends mit Bierdosen im Park treffen müssen, unterstützen wir die Einrichtung geeigneter kommerzieller Party-Treffs in Bad Godesberg; besser noch wäre die städtische Einrichtung eines altersgerechten Jugendzentrums mit guten Öffnungszeiten abends.

Alle unsere Vorschläge zu diesem Thema finden Sie hier.