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Aktuelles im März 2018

Diskussion um Bad Godesberg nimmt Fahrt auf – stimmt die Richtung?

Die Bad Godesberger Perspektiven sehen mit Spannung und Engagement auf die Diskussion um das Godesberger Zentrum. Einen Überblick über die anstehenden Fragen und die Ergebnisse des Aufrufs zur Zukunft des Kurfürstenbad-Areals, den wir im Sommer 2017 auf der Homepage der Perspektiven veröffentlich haben, stellen wir hier zur Verfügung.

Ganz oben rangierte unter den Vorschlägen übrigens die Nutzung für Hochschulzwecke – Universität oder Hochschule Bonn/Rhein-Sieg. Gedacht wurde an das Kurfürstenbad-Gebäude und das ehemalige Verwaltungsgebäude. Wenn man einen nennenswerten fachlichen Bereich in Bad Godesberg ansiedeln würde, so die wiederholte Argumentation, würde auch die Einwerbung von Studierendenwohnheimen leichter. Und gerade bei den jungen Erwachsenen hat Bad Godesberg seine Einwohnerlücke!

 

Das Kurfürstenbad

Die zwei Bürgerinitiativen – „Kurfürstenbad bleibt!“ und „Frankenbad bleibt Schwimmbad“ werben z. Zt. für ein neues Bürgerbegehren gegen den Bau eines Zentralbades in Dottendorf. Die Meinungen im Umfeld der Bad-Godesberger-Perspektiven gehen auseinander. Die beiden Bad Godesberger Ortsvereine der SPD haben sich positioniert. Hier – anklickbar – der Beschluss von Süd und der von Nord. Den Argumenten-Austausch werden wir in Kürze mit weiteren, auch kontroversen Beiträgen fortsetzen.

Der Zeitablauf sieht so aus: Bis in den April läuft die Frist, in der die Initiatoren des Bürgerbegehrens 10.000 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt haben müssen. In der Sitzung im Mai oder im Juni wird sich dann der Rat der Stadt damit befassen. Das gesamte Verfahren ist in der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung geregelt.

 

Der Leitbildprozess für Bad Godesberg

Die Gestaltung des Godesberger Zentrums ist das Thema des Leitbildprozesses, dessen Ergebnisse bis Ende 2018 vorliegen sollen. Gern würden wir über die Details informieren, sie gibt es aber noch nicht. Wir bleiben am Ball.

Was bisher bekannt ist:

Ziel ist eine neue Standortbestimmung und ein Handlungsprogramm mit konkreten Projekten.

Am Beginn steht eine Analyse der vorliegenden Daten, Materialien und Konzepte. Die Öffentlichkeit soll über Konferenzen und Expertenworkshops, den Einbezug von Bürgern, Vereinen, Initiativen, Unternehmern, Jugendlichen und Kindern beteiligt werden. Mit einer Vielfalt von Formaten soll auf die Gruppen zugegangen werden, auch eine online-Beteiligung soll dazu gehören.

Hier geht es z. B. um die Zukunft der Stadthalle: Sanierung mit tragfähigem Zukunftskonzept für ein modernes Veranstaltungs- und Kongresszentrum? Oder – wie manche meinen – Abriss und ein Neubau für die Oper?

Es geht um die Perspektiven der Kurfürstlichen Zeile insgesamt – die Privatisierung der städtischen Liegenschaften, weil der Stadt für die Sanierung bzw. Umnutzung das Geld fehlt? Zu welchen Bedingungen? Mit welchem Konzept? Welche Vorstellung von den Parks und ihrer Bedeutung im Stadtbezirk ist damit verbunden?

Auch die Frage der unterschiedlichen Profilierung von Theater- und Moltkeplatz sollte eine Rolle spielen. Könnte der Moltkeplatz – ohne den Wochenmarkt zu beschädigen – eine stärkere Rolle für Veranstaltungen spielen und damit Platz geschaffen werden, den Theaterplatz zu einem angenehmen städtischen Mittelpunkt im Zentrum zu entwickeln?

Gelingt eine tragende Idee, die das besondere Defizit, das Bad Godesberg hat, nämlich zu wenig junge Erwachsene, auflöst? (s. hierzu unser Ausblick- und Zusammenfassungspapier.)

Bei aller Konzentration auf die Innenstadt, besonders die Kurfürstliche Zeile, soll der Bezug zu den Ortsteilen mitgedacht werden.

 

Was haben die Bad Godesberger Perspektiven bislang vorgelegt und was kommt als nächstes?

Alle Beiträge aus den Runde Tische-Diskussionen sind nach wie vor relevant. Die Zusammenfassungen sind durch Klick auf die Themenbuttons der Homepage zu finden. Genauso wichtig geblieben sind – anklickbar –  die Diskussion und die Thesen zum Medizin-Tourismus in Bad Godesberg.

Eine Arbeitsgruppe diskutiert intensiv weiter über die inhaltlichen Fragen entlang der neun Schwerpunktthemen, die unsere Runden Tische strukturiert haben und die die Buttons auf unserer Homepage definieren. Klar ist: die Diskussion um Bad Godesberg darf bei allem dortigen Handlungsbedarf nicht bloß zentrumszentriert bleiben.

Wichtig ist uns die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Zukunftsfähigkeit der kommenden Überlegungen.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit müssen die Stadtplanung bestimmen.

Die SPD in Bad Godesberg hat angekündigt, den Leitbildprozess mit Gesprächsangeboten und Diskussionen konstruktiv und kritisch zu begleiten.

Wir werden uns auch hier über die Homepage und die Perspektiven weiter einmischen. Wir melden uns, sobald das städtische Verfahren klarer ist.

Was wird aus dem Gelände des Kurfürstenbads nach diesem denkbar knappen Ausgang des Bürgerentscheids? Machen Sie Ihren Vorschlag. Ihre Meinung ist gefragt.

Der Bürgerentscheid zum Kurfürstenbad ist sehr knapp mit „Nein“ ausgegangen. Das Bad bleibt geschlossen. Das Ergebnis zeigt aber quer durch die Stadt auch eine deutliche Unzufriedenheit mit dem Lauf der Dinge und der fehlenden Transparenz der Entscheidungsgrundlagen.

In der Broschüre zum Bürgerentscheid zitierte Oberbürgermeister Sridharan zum Schicksal des Kurfürstenbad-Geländes den Willen der Stadtratsmehrheit, nämlich das Grundstück zu vermarkten. Was ist Ihre Meinung?

Die Lage des Geländes ist besonders: an der Kurfürstlichen Zeile, mit dem Stadtpark zur einen, dem Redoutenpark zur anderen Seite. Durch die Parkplatzsituation im Umfeld kann man sagen, hier beginnt das Zentrum von Bad Godesberg, von hier kommt ein großer Teil der Besucherinnen und Besucher in die Mitte des Stadtbezirks.

Die „Bad Godesberger Perspektiven“ ziehen aus ihren bisherigen Veranstaltungen ein Zwischenergebnis: Das Zentrum braucht eine Stärkung für Familien und junge Leute, es braucht Lebendigkeit, die zu allen Tageszeiten, auch und gerade abends, Menschen anzieht.

Die Nutzung des öffentlichen Raums hängt eng mit der Verfügung über die letzten Schlüsselgrundstücke, die die Stadt hier noch hat, zusammen.

Schicken Sie uns Ihre Überlegungen für das Kurfürstenbad-Gelände an der Kurfürstlichen Zeile. Was wollen Sie am Eingang zur Stadtmitte vorfinden? Was würde Sie zum Kommen, zum Verweilen locken? Was fehlt Ihnen?

Nutzen Sie für Ihre Anregungen die Funktion „Kontakt“ hier oben auf unserer Homepage und schicken Sie uns darüber bis zum 31. Mai Ihre Meinung. Alle Anregungen werden ausgewertet und im Blog der Homepage zusammengefasst. Wer unseren Newsletter abonniert hat, bekommt die Auswertung auch auf diesem Weg.

Machen Sie mit!

Leitbildprozess Bad Godesberg: Was die Steuerer anbieten, das ist zu wenig

Von Klaus Vater

Zwei Vertreter des Planungsbüros, das den Bad Godesberger Leitbildprozess zu organisieren und zu steuern hat, haben dem Bonner General-Anzeiger am 31. Oktober Rede und Antwort gestanden. Ganzseitig. Der Erkenntnisgewinn aus der bisherigen Arbeit ist freilich – ausweislich der Antworten der  beiden, Ursula Mölders und Sven Wörmer im GA  – gering.

Auf die Frage von GA-Redakteur Richard Bongartz, wo der Ort (also Bad Godesberg) seine Stärken habe, sagte Regionalforscher Sven Wörmer: „In der städtischen Grundstruktur und auch im Charme des ehemaligen Diplomatenviertels.“ Er riet, diese Stärken deutlicher herausarbeiten, sie touristisch und auch für die Identität zu nutzen. Frau Mölders meinte, ein Teil der Fußgängerzone sei mit seinen Baumbeständen „sehr atmosphärisch“, ihr Kollege hat erkannt, dass die Rückseiten der Fußgängerzone unstrukturiert seien, „man verliert jede Orientierung“. Jede Orientierung? In Godesberg? Loriot hätte gesagt: Ach was.

Wem hilft das? Was wird da in Worten abgebildet? Tatsächlich sind die Ausführungen ein Art Offenbarungseid. Zugespitzt lautet der: Wir wissen eigentlich nix.

Die Grundstruktur ist in Godesberg wie in Bonn insgesamt durch die Geographie vorgegeben: Ein enges Rheintal, auf der rechten Seite des Flusses teils nah an den Rhein heranrückende Felsen; eng bis dorthin, wo der Ennert aufhört. Auf der linken Seite die Rheinhöhen mit dem Kottenforst und dem Ländchen dahinter.  Die Stadt ist mit ihrem Stadtteil Beuel auf die „schäle Sick“ übergesprungen, und sie hat ihre „römische“ Seite durch Brücken wie durch einige Arterien mit der rechten Seite verbunden.

Bonn und Godesberg sind Teil eines Siedlungs- und Wirtschaftsraumes, der sich vom Niederrhein über Düsseldorf, Leverkusen, Köln, Brühl bis Bonn und darüber hinaus bis Koblenz erstreckt. Mit ein wenig zugegebener Übertreibung ließe der Raum sich als informelle Millionenstadt bezeichnen.

Wer sich ausbreiten, wer etwas ironisch geschrieben die Ellenbogen räumlich ausfahren will, der muss raus aus Bonn. Das prägt auch Bad Godesberg. Die Enge des Rheintals hat die Stadt-„Landschaft“ zusammen gepresst: Alles dicht nebeneinander. Unter solchen Umständen baut die innerstädtische Akkumulation die Teile ineinander und übereinander und gegeneinander; stets auf engem Raum. In den alten Dorfkernen des Stadtteils sowie in der Godesberger „City“ ist das gut zu beobachten. Wer das versteht, begreift auch den eigenen Reiz solcher Verhältnisse.

Da gibt es Bauten aus der Gründerzeit, dann die kleineren Siedlungen der zwanziger Jahre, in denen die Arbeiterfamilien der damals unabhängigen Stadt lebten; dann die Bauten und Siedlungen aus den Gründerjahrzehnten der alten Bundesrepublik: Von den HICOG-Häusern über den Langen Eugen bis zur Vielzahl der Beamtensiedlungen, mehrstöckig, in vielen Fällen großzügig geschnitten und von Rasen und Bäumen umgeben. Eingestreut die Zeugnisse ehemaliger oder noch ausgeübter industrieller Tätigkeiten von den Vereinigten Aluminiumwerken Bonn im Norden bis zu SGL Carbon im Süden. So ist aus Bonn und Godesberg räumlich gesehen ein dicht bebauter „langer Stadt-Lulatsch“ längs des Rheins entstanden.

Die zweite Aussage betraf den Charme des Diplomatenviertels. In manchen Vierteln Bad Godesbergs ist vom Charme der früheren Diplomatie nichts, und in anderen ist nichts mehr zu spüren. Vielleicht ist das sowieso ein Mythos. So schrieb der GA 2014: „Im Stadtbezirk Bad Godesberg stehen 15 Jahre nach dem Wegzug des Bundestages und der meisten Botschaften noch 13 ehemalige Botschaften leer. Da im Falle Irans, Südafrikas und Indonesiens jeweils die ehemalige Botschaft und die frühere Residenz leer stehen, kommen diese Immobilien noch hinzu. Mit den Sonderfällen China, Syrien und Algerien sind es insgesamt 16 Gebäude, deren Zukunft ungewiss beziehungsweise nicht offiziell geklärt ist.“ http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Diplomatische-Hinterlassenschaft-article1435866.html

Die frühere US-Botschaft in Rüngsdorf  mit ihren grauen Zweckbauten hatte nie Charme. Die Botschaft der UdSSR mit  ihrem hellen, neugotischen Stuckgesicht stand außerhalb Bonns. Mit den Botschaften und dem Botschaftspersonal hatten Abertausende Bonner ein Leben lang nichts zu tun.

Das Planungsbüro sollte sich –  bitteschön – mal in Lannesdorf oder Mehlem umschauen. An der Nesselburg, auf dem Rodderberg, in den nach Figuren aus der Siegfried-Saga benannten Straßen in Rheinnähe – Spurenelemente langsam vergehenden oder verwehenden Botschaften-Charmes.  Mehr nicht. Was bleibt? Eine der Lehren, die zu ziehen sind (1), liegt auf der Hand:

Ein Stadtteil, der beengt ist und der  „seine Ellenbogen nicht“ ausfahren kann, der hat nichts zu verschenken und nichts zu verkaufen; schon gar nichts von dem, was viele Godesberger  (und –innen selbstverständlich) zu schauen, zu nutzen gewohnt sind; und was sich modernisieren, anpassen, verbessern lässt – wie zum Beispiel das Kurfürstenbad.

Eine weitere (2) Lehre lautet: In diesem großen, eben beschriebenen Wirtschafts- und Siedlungsraum sollte Godesberg seine Rolle spielen können: Als  Stadtteil mit exzellenten Bildungseinrichtungen; mit hoffentlich künftig einer ergiebigen Anbindung  an eine Hochschule und Unterbringungsmöglichkeiten für Studierende.

Ich frage mich, warum Ministerien und zu den Geschäftsbereichen  der Ministerien  zählende Ämter, Post und Telekom  und UNO und anderes mehr sich auf der Mitte Bonns und im  Nordwesten ansiedeln, aber nie im Süden. Es ist wie bei einer städtebaulichen Quarantäne.

Die dritte (3) Lehre: Wo die Grundstruktur so ist wie in Godesberg,  wo also Wohnungen und Heime und Geschäfte und öffentliche  Gebäude sich in ihren Existenzen eng aneinander „arrangiert“ haben, da müssen die Funken aus dem Vorhandenen  geschlagen werden: Wo gibt es in Godesberg die begrünten Dächer und Dachgärten, die einladen?  Was passiert (4) auf dem breiten Raum, der sich öffnet,  wenn Mensch vom Theater auf das Altstadt-Center steigt, mit dem breiten Anstieg und der wie für Sommertheater erfundenen Fläche darüber? Wird dort nur gesungen; Guter Mond, du gehst so stille….

Godesberg hat (5) eine reiche Stadtgeschichte. Wer erzählt sie so, dass möglichst viele sie mitbekommen? In Berlin erzählen, wenn an den Eingängen von Untergrundbahnen gebaut wird, lange Holzwände mit Bildern, Fotos und Erklärtexten Geschichten und Geschichte des Orts, an dem gebaut wird. Und in Godesberg? Was sagt uns der Ria-Maternus-Platz? Was erzählt die Ecke Koblenzerstraße/Alte Bahnhofstraße, wo früher über dem heutigen Bäcker eine verschwiegene Bar abends öffnete, in der Prominenz ihre Absacker trank.

Und was ist mit dem Moltkeplatz, wenn die Marktwagen wieder verschwunden sind? Kein Speakers Corner zu bestimmten Zeiten? Keine Rockmusik am späten Samstagnachmittag?  Singt man dort spät und leis auch: Guter Mond, die gehst so stille oder singt man dort: Weißt du, wie viel Sternlein stehen…? Was kann Mensch über die Menschen erfahren, die im 19. Jahrhundert Godesberg interessant machten? Was kriegt ein Besucher über die vielen Fräulein-Schulen mit, die wie Perlen zur Kaiserzeit aufgereiht waren, was über die Deutschen jüdischen Glaubens und deren Schicksale?

Warum möchte (6) niemand eine Straßenbahn haben, die vom Godesberger Bahnhof bis nach Mehlem führt, wo Mensch parken könnte, damit ein so tolles innerstädtisches  Gelände wie die halbe Rigalsche Wiese etwas anderes tut, als PKW tagsüber im Schlaf zu halten. Das wäre eine weitere Lehre: Tu in der Stadt, was Nutzen bringt. Parkende Autos nutzen nicht.

Warum ist es (7) am Rhein so schön – jedenfalls auf der Beueler Seite mit ihren langen, parkähnlichen Abschnitten, wo man den Tag verträumen kann, bei gutem Wetter im Frühjahr und im Sommer. Gäb´ es doch wenigstens auf der linken Rheinseite ein Bäderschiff, ein ständiges: morgens Fango, abends Tango. Wär das nix?

Ich habe darauf gewartet, dass  für Godesberg die Ideen gesammelt werden – meinetwegen auch durch ein Ingenieurbüro und  gegen Geld. Aber Grundstruktur und Charme stattdessen – das ist zu wenig.

Bärbel Richter ist tot

Mit Bestürzung und Trauer hat das Team der Bad Godesberger Perspektiven vom plötzlichen Tod Bärbel Richters, der Vorsitzenden der Bonner Ratsfraktion der SPD, erfahren. Mit ihrer zupackenden und doch auch nachdenklichen Art war sie uns immer, wenn wir sie brauchten, eine kluge Ratgeberin. Der Ansatz der Bad Godesberger Perspektiven, Kommunalpolitik im Dialog, im Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten, war auch ihr Ansatz. Dabei lagen ihr zu allererst diejenigen am Herzen, die auf ein umsichtiges Handeln der Stadt, auf eine sozial geeichte Kommunalpolitik besonders angewiesen sind. Bärbel Richter wird uns fehlen.

Unsere Anteilnahme gilt Hillevi Burmester und allen, die ihr nahestanden.

Lasst uns Schwimmen und nicht Baden gehen mit den Bonner Bädern: Heute eine Stellungnahme von Sabine Köhne-Kayser

Die Diskussion um die Bonner Bäder führen die Bad Godesberger Perspektiven auch jenseits des Bürgerbegehrens an dieser Stelle. Denn so oder so sind viele Fragen offen. Heute eine Stellungnahmen unter dem Titel „Jeder hat ein Recht auf Schwimmen“ von Sabine Köhne-Kayser, Sportjournalisten.
Die bisherigen Diskussionsbeiträge kamen von Gisela von Mutius, einer der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens (Bitte hier weiterlesen) und von  Uli Barth , stellvertretender Vorsitzender der SPD Bad Godesberg-Nord

Lasst uns Schwimmen und nicht Baden gehen mit den Bonner Bädern: Weitere Stellungnahme zur Diskussion um das Bürgerbegehren „Nein zum Dottendorfer Schwimmbad“ von Uli Barth

Die Diskussion um die Bonner Bäder wollen die Bad Godesberger Perspektiven auch jenseits des Bürgerbegehrens führen. Denn so oder so sind viele Fragen offen.
Unser erster Diskussionsbeitrag kam von Gisela von Mutius, einer der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens (Bitte hier weiterlesen).

Heute folgt eine Stellungnahme von Uli Barth , stellvertretender Vorsitzender der SPD Bad Godesberg-Nord

Lasst uns Schwimmen und nicht Baden gehen mit den Bonner Bädern: Heute mit einer Stellungnahme von Gisela von Mutius, Initiatorin des Bürgerbegehrens

Diskussion zum Bürgerbegehren „Nein zum Dottendorfer Schwimmbad“

Das Schwimmen – egal ob im Freien oder in der Halle – ist und bleibt ein Aufreger in Bonn. Eigentlich wollen wir alle nur in Ruhe unsere Bahnen ziehen, Kinder sollen Schwimmen lernen können und Vereine ihre Arbeit machen. Aber so ist es nicht. Die Freibadfreunde Friesdorf kämpfen seit Jahrzehnten um den Erhalt ihres Freibades, bisher erfolgreich. Inzwischen gibt es weitere Vereine im Melbbad und im Rüngsdorfer Freibad, die aus der gleichen dringenden Sorge in Fahrt gekommen sind.
Beim Schwimmen in der Halle sieht es noch unabsehbarer aus. Dass Viktoriabad ist seit Jahren geschlossen. Die Sanierungen, die stattdessen für die anderen Hallenbäder geplant waren, wurden so lange hin und her diskutiert, bis der derzeitige Oberbürgermeister meinte, mit einem Badneubau in der geografischen Mitte Bonns den gordischen Knoten durchschlagen zu können.
Anders als bei diesem sagenhaften Knoten, werden hier in Bonn die Verwicklungen mehr. Es ist jetzt schon deutlich, dass das Schulschwimmen, die Finanzierbarkeit für die Stadt und die Bezahlbarkeit für Familien nicht in trockenen Tüchern sind.
Und so sehen wir uns wieder mitten in einem neuen Bürgerbegehren. Die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren „Nein zum Dottendorfer Schwimmbad“ läuft. Dreiviertel der erforderlichen knapp 10.000 Unterschriften sind geschafft.
An dieser Stelle wollen die Bad Godesberger Perspektiven sich für eine offene Diskussion zu allen Aspekten des Themas zur Verfügung stellen. Wir wollen informieren über die Gründe für ein erneutes Bürgerbegehren, über den Gang des Verfahrens,  die Alternativen zu dem Zentralbad und die Frage aus verschiedenen Richtungen diskutieren, ob und wie das Schulschwimmen sicher gestellt werden kann, wie in Bonn die Freizeitschwimmerinnen und -schwimmer auf ihr Recht kommen können, wie viel Geld eine Stadt für Schwimmbäder ausgeben sollte, wie man Schwimmbäder mit weniger Verlusten führen könnte, warum es eine öffentliche Sauna geben sollte. Wir sind offen für neue Anregungen und wollen die Diskussion nicht nur bis zum Bürgerbegehren, sondern auch anschließend fortführen. Entweder ist es erfolgreich und es kommt ggfs. zu einem Bürgerentscheid. Oder es ist nicht erfolgreich. Auch dann, wie gesagt, bleiben viele Fragen offen.
Unser erster Diskussionsbeitrag kommt von Gisela von Mutius, einer der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens. Bitte hier weiterlesen.

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